Michael Jank WOLKEN wolken
7.6.-17.8.2025
Haus der Fotografie Burghausen

WOLKEN, FÜR IMMER WOLKEN

Michael Jank zeigt den Zusammenhang zwischen seiner Fotografie und deren Umsetzung in Siebdruck, Lithografie und Radierung. Er durchforstet sein gesammeltes Material. Er druckt aus, zieht ab, kombiniert, sucht und findet.

Die sich ständig wandelnden Wolken sind für Jank ein Symbol für die permanente Transformation in der Welt. Was immer besteht ist die Veränderung selbst. In seinen Wolkenbildern findet er eine Möglichkeit bestimmte Himmelsstimmungen festzuhalten. Die im Siebdruckverfahren entstandenen Wolken­landschaften vermitteln das Gefühl, mittendrin zu sein. Mit einem Punktraster überlagern sich die Wolkendetails in den Farben von Blauweiß über Gelbgrün, Rosarot bis Violett, oft in mehreren Schichten.

Um farbige Überlagerungen geht es auch bei der Zusammenarbeit mit George Tuckel und seinen Gletscherfotos aus Alaska. Hier werden die Farben in transparentem Auftrag mit der Farbwalze über Fotografien gedruckt. Der Farbverlauf verstärkt die Kontraste und die warmen Gelb- und Rottöne sollen ein Hinweis auf die globale Erderwärmung sein.

Wolkenfotografien, aber auch Landschafts- und Reisebilder aus Oregon – vieles, was Jank bisher zum Thema Wolken gemacht hat, fließt in die Aus­stel­lung ein, und das Haus der Fotografie wird zu Jank´s Wolkenlabor, zu dem alle herzlich eingeladen sind.

Termine

Samstag 7.6.2025 19 Uhr

Ausstellungseröffnung

Grußwort

Florian Schneider
Erster Bürgermeister Stadt Burghausen
Ines Auerbach
Leitung Haus der Fotografie und Studienkirche St. Josef

Einführung

Michael Jank

Sonntag, 6.7.2025 14 – 15 Uhr

Sunday Talk mit Michael Jank und George Tukel

Live-Schaltung Michael Jank (Haus der Fotografie/GER) und George Tukel (New York/USA) in Englisch

Neben seinen Wolkenbildern zeigt Michael Jank in der Ausstellung „WOLKEN wolken“  auch seine 2021 begonnene Zusammenarbeit mit George Tukel. Überdruckungen mit verschiedenfarbigen Farbverläufen von Fotografien von den Resten verschiedener Gletscher in Alaska. Darüber sprechen die beiden Künstler über eine Live-Schaltung zu Tukel, der gerade wieder aus Alaska zurückgekommen in Upstate New York lebt.

Tukel (geb. 1950 in New York) – ein Fotograf, Architekt und Researcher, der sich sein Leben lang mit nachhaltiger Städteplanung beschäftigt hat, verlässt die letzten Jahre regelmäßig die Metropolregion, um in Alaska zum einen das Verschwinden der letzten Gletscher zu dokumentieren und zum anderen die unberührten Steppen- und Waldlandschaften als Ideengeber für umweltschutz-planerische Maßnahmen in unseren dicht besiedelten Industrielandschaften zu nehmen. So entstanden hiernach Freilegungen von ehemals kanalisierten Wasserläufen in Innenstädten,  um die makroklimatischen Bedingungen für die Stadtbewohner zu verbessern. Desweiteren sogenannte Schwammstädte, wo Regenwasser vor Ort festgehalten wird,  um Überschwemmungen bei Starkregen zu verringern.

Das Buch „vanishing ice“ ist in dieser Zusammenarbeit entstanden. Es werden darin historische Aufnahmen, der einst als „Ewiges Eis“ bezeichneten Riesen, den heutigen Überresten des Portage-Gletschers, Worthington-Gletschers und Exit-Gletschers gegenübergestellt.

Der Beweis für extremes Wetter und das Aussterben von Pflanzen- und Tierarten wächst von Tag zu Tag. Die offizielle Sprache, die verwendet wird, um diese Krisen zu beschreiben, ist oft akademisch und wird auf abstrakte Weise kommuniziert, die ein Gefühl der Dringlichkeit verwässert: Irgendwann in der Zukunft wird die Technologie es beheben. Wenn der Waldbrand nicht in Ihrer Stadt und in Ihrem Zu-Hause liegt, ist es das Problem von jemand anderem.

Die Kunst kann – so hoffen die beiden – in dieser Hinsicht eine privilegierte Rolle spielen. Sie kann über die Notwendigkeit sprechen, ökologische Beziehungen getrennt von industriellen Prioritäten neu zu sehen. Darüber und über vieles mehr sprechen die beiden seit über fünf Jahren (fast) jeden Sonntag immer um die gleiche Uhrzeit.

Die Besucherinnen und Besucher im Haus der Fotografie sind eingeladen, an dem sonst in privater Atmosphäre stattfindendem Gespräch  teilzunehmen.

Sonntag, 3.8.2025 um 14 Uhr

Lesung

mit Emmerich Hörmann, Zoglau3 Raum für Musik und Philosoph

Emmerich Hörmann engagiert sich seit über 25 Jahren zusammen mit seiner Frau Ina Hörmann für den Avantgarde-Jazz (Raum für Musik, Zoglau 3). Nicht nur als Laudator, sondern auch in mehreren Beiträgen für Publikationen von Michael Jank hat sich Hörmann mit dessen OEuvre als Druckgrafiker und Fotograf auseinandergesetzt.

Im Vorwort des Büchleins „oben/unten“ (Schauraum K3, 2010) fragt er, wo der Himmel eigentlich beginnt und wo er endet. In der Broschüre „Wasserwege” (Kunstprojekte Sigrun C. M. Leyerseder, 2010) stellt er den Zusammenhang zwischen Kunst und Wissenschaft her, der für Jank seit Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit im Jahr 1998 eine große Rolle spielt. Im Ausstellungskatalog „Wolkenschauen” (Kunstverein Passau, 2014) definiert er, was es bedeutet, sich den Wolken zuzuwenden.

Es wird spannend, mit welcher Fragestellung oder aus welchem Blickwinkel sich Emmerich Hörmann dieses Mal dem Thema Wolken in Bezug auf die aktuelle Ausstellung von Michael Jank nähern wird. Eine gedankliche Wolkenreise, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

Ausstellungsansichten © Nixdorf Fotografie

Michael Jank

1972 Geboren in Mühldorf am Inn
1996 – 1998 Studium von Industrie-Design an der Technischen Hochschule München
1998 + Zusammenarbeit mit Bettina Dittlmann, FÜRIMMERRINGE
1999 – 2000 Studium von Fotografie und Druckgrafik, State University of Oregon, Eugene, USA
2001 – 2003 Druckwerkstatt und Atelier mit Bettina Dittlmann in Berlin-Moabit
2004 + Druckwerkstatt und Atelier mit Bettina Dittlmann in Niederbayern

Ausstellungen (Auswahl)

2024 FOREVERRINGS – Dittlmann&Jank, Gallery Miwha Oh, Seoul, KR
2024 VON ANFANG AN – Dittlmann&Jank, Galerie Hannah Rembeck, Regensburg, D
2023 FÜRIMMER – Dittlmann&Jank, Galerie Anna Pirk, Rottach-Egern, D
2022 VON…BIS – Dittlmann&Jank, Galerie Rosemarie Jäger, Hochheim, D
2019 FER NOIR TRIO – Dittlmann-Hanagarth-Jank, Galerie Goyumarc´h, Montréal, CA
2018 WHERE ELSE? – Dittlmann-Patterson-Jank, Galerie Jewelers Werk, München, D
2017 RAINBOWCLOUDS – Ausstellungsraum im Turm, Schönau, D
2016 ELSWHERE – Galerie Jewelers Werk, Washington D.C., USA
2015 CYAN – Franz Ramgraber & Michael Jank, Haus der Fotografie, Burghausen, D
2015 FÜRIMMERRINGE – Galerie Isabella Hund, München, D
2011 NOUVOLLE ROSSE – Galerie Studio Marijke, Padua, IT
2011 YELLOW CLOUDS – Galerie Jewelers Werk, Washington D.C., USA
2010 UP/DOWN – Fotografien & Druckgrafik, Schauraum K3, Simbach am Inn, D
2010 XXOOXXOOXXOOX – Dittlmann&Jank, Galerie Rob Koudijs, Amsterdam, NL
2010 PUNKT UND LINIE – Dittlmann&Jank, Galerie Isabella Hund, München, D
2009 ANFÄNGE OHNE ENDE – Dittlmann&Jank, Galerie Horst Stauber, Passau, D
2008 UNSERE SICHT DER RINGE – Dittlmann&Jank, Galerie Jäger, Hochheim, D
2007 WILD STEEL AND MORE – Galerie Jeweler´s Werk, Washington D.C., USA
2006 FÜRIMMERRINGE – Galerie Hilde Leiss, Hamburg, D
2006 FÜRIMMERRINGE – Galerie Horst Stauber, Passau, D
2005 FÜR IMMER – Dittlmann&Jank, Galerie Isabella Hund, München, D
2004 IN WALD – Dittlmann&Jank, Galerie Jewelers Werk, Washington D.C., USA
2002 CENTONCECERCLES – Dittlmann&Jank, Galerie Helene Poree, Paris, FR
2000 TOGETHER – Dittlmann&Jank Galerie Jewelers Werk, Washington D.C., USA
1999 EIN HIMMEL – Kunst am Bau, Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, München, D

RFO Beitrag vom 13.06.2025: Ausstellungseröffnung
Überwiegend wolkig in Burghausen

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RFO Beitrag vom 04.06.2025: Ankündigung Ausstellungseröffnung
Überwiegend wolkig in Burghausen

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Diese Ausstellung können Sie bis 17.8.2025 besuchen.

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Haus der Fotografie
Burg 1 ∙ 84489 Burghausen
Tel. +49 8677 887 411

Öffnungszeiten
Montag bis Sonntag/Feiertage
10:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Winterschließung
9. November 2024 bis 15. März 2026

Eintrittspreise
Erwachsene 2,00 EUR
Gruppen ab 15 Personen pro Person 1,50 EUR
Senioren 65, Studenten, Auszubildende, Arbeitslose, Bundeswehrsoldaten, Schwerbehinderte 1,00 EUR
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, geschlossene Schulklassen, Schüler über 18 Jahren Eintritt frei