ARKTIS – Landschaft im Wandel
Markus Heinsdorff
23.01 – 31.05.2026
Ökonomie Raitenhaslach
Eine Ausstellung von Markus Heinsdorff in Zusammenarbeit mit der Stadt Burghausen und dem Haus der Fotografie, Burghausen.
Die Fotografien aus Kanada, Grönland und Island zeigen ursprüngliche arktische Landschaften, die sich durch den Klimawandel rasant verändern. Schwindendes Sommermeereis, der beschleunigte Verlust der Eisschilde und der steigende Meeresspiegel veranschaulichen die Dynamik dieser Region, deren Veränderungen auch Europa und das globale Klima beeinflussen. Die Ausstellung lenkt den Blick auf die bedrohte Vielfalt, die es zu bewahren gilt.
Die Aufnahmen werden als Großprojektion zusammen mit sechs 4,5 m langen Kajaks auf über 100 m² gezeigt und sind über zwei große Tore von außen sichtbar. Die Kajaks – eine Erfindung der Inuit – stehen für das prägende Element Wasser in seinen drei Aggregatzuständen. Das Alfred-Wegener-Institut (AWI) ergänzt die Installation mit Videomaterial, das den Rückgang des arktischen Meereises der letzten Jahrzehnte dokumentiert.
Heinsdorff porträtiert seit Jahren Landschaften und Arten weltweit. Arktis ist die erste dauerhafte „Schaukammer“, täglich und rund um die Uhr über mehrere Monate zugänglich (die Projektionen bleiben aus Umweltschutzgründen nachts abgeschaltet). Die Reihe wird mit einer Ausstellung zu den Tropen und den Folgen des Klimawandels fortgesetzt.
Dank gilt dem AWI, das in Polar- und Meeresforschung zentrale Fragen zum globalen Klimasystem untersucht – von Veränderungen der Polargebiete bis zur langfristigen Entwicklung unseres Planeten.
Arktis – Landschaft im Wandel
Öffnungszeiten: durchgehend, Licht- und Videoprojektionen 9:00 – 19:30 Uhr
Ort: Werkstatt der Kunst + Architektur Akademie für Klima Umwelt Soziales, Kloster Raitenhaslach, 84489 Burghausen

Ausstellungsansicht, Foto: Markus Heinsdorff
Kunst + Architektur Akademie
für Klima, Umwelt, Soziales
Ein Kooperationsprojekt zwischen der Stadt Burghausen, seinen Kultureinrichtungen (Haus der Fotografie, Kunsthalle Studienkirche St. Josef, Leiterin Ines Auerbach, Co-Kuratorin Akademie) und Markus Heinsdorff, Akademie-Gründer.
Die 2023 in Burghausen im Areal des ehemaligen Klosters Raitenhaslach gegründete Akademie legt als erste ihrer Art den Schwerpunkt auf Klima-, Umwelt- und Sozialthemen. In dem renovierten Werkstattraum in der Ökonomie und in den kommenden Jahren erweitert in den historischen Räumen der ehemaligen Klosterbrauerei werden dazu Veranstaltungen im Bereich Kunst und Architektur stattfinden, die allen Interessierten offen stehen.
In Zusammenarbeit mit Hochschulen/Universitäten, Organisationen, Initiativen und Gestaltern, werden in der Region sowie überregional und international vorwiegend gemeinnützige Projekte initiiert, angeschoben und realisiert. Diese setzen sich mit den Folgen des Klimawandels auseinander und erarbeiten Beiträge zur Begrenzung und Reduzierung einer steigenden Erderwärmung.
Ziele der Akademie als innovative „Zukunftswerkstatt“ sind Projektentwicklungen im Bereich Umwelt/Natur und Soziales unter Einsatz von Installations-Objektkunst (Bildhauerei), Architektur und Fotografie. Im Fokus stehen gesellschaftliches Engagement und die Bearbeitung aktueller Themen mittels Gestaltung in Seminaren/Workshops, verbunden mit Ausstellungen und Kulturveranstaltungen. Experimentiert und entwickelt werden Beiträge und Lösungsmöglichkeiten in Zeiten von Flüchtlingskrisen und Klimawandel – u.a. mit digitalen Techniken und neuen Ausdrucksformen.
Die Arbeit der Akademie soll nachhaltig sein, Bewusstsein für gemeinschaftliches Handeln und die drängendsten Themen im Bereich Klima, Umwelt und Soziales schaffen. Dazu gehören auch die Vermittlung von Wissen über Nahrung und Ökologie. Für die Seminare und Veranstaltungen sind dazu Gastbeiträge aus dem Handwerk, der Wissenschaft, der Gestaltung, vom Gartenbau, der Kochkunst bis zur Kreislaufwirtschaft vorgesehen.
Alfred-Wegener-Institut
Ein besonderer Dank gilt dem AWI für seine Unterstützung. Als Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung arbeitet das Alfred-Wegener-Institut vor allem in den kalten und gemäßigten Regionen der Erde. Gemeinsam mit zahlreichen nationalen und internationalen Partnern ist es daran beteiligt, die komplexen Prozesse im „System Erde“ zu entschlüsseln. Der Planet steckt in einem tiefgreifenden Klimawandel. Die Polargebiete und Meere verändern sich. Gleichzeitig spielen sie eine zentrale Rolle im globalen Klimasystem. Fragen wie „Wie entwickelt sich der Planet Erde weiter?“, „Erleben wir kurzfristige Schwankungen oder langfristige Trends?“ sind die wissenschaftlichen Herausforderungen, die auch ein Stück Zukunftsforschung darstellen.
Markus Heinsdorff
Markus Heinsdorff (geb. 1954) studierte Bildhauerei in München. Natur, Umwelt und Soziales sind die zentralen Themen des Künstlers. Jedes Projekt, das er in den Bereichen Installation, Architektur und Fotografie umsetzt, ist experimentell und bezieht sich auf aktuelle und zukünftige Themen, von deren Brisanz die Menschheit und die Erde betroffen sind. Er initiierte und gestaltete Projekte, Installationen und Ausstellungen in China, Taiwan, Indien, Thailand, Indonesien, Vietnam, den USA, Ecuador, Brasilien, Peru, Venezuela und zahlreichen europäischen Ländern. In den Jahren 2008 bis 2014 war er Gastprofessor an Universitäten und Schools of Architecture in Chongqing, Nanjing und Shanghai. 2017 gründete er zusammen mit dem EBB Lehrstuhl für Architektur an der TUM ein experimentelles Raumlabor.
Die Ausstellung können Sie bis 31.05.2026 besuchen.
- 00
Tage
- 00
Stunden
- 00
Minuten
- 00
Sekunden
Werkstatt der Kunst + Architektur Akademie für Klima, Umwelt, Soziales
Ökonomie Kloster Raitenhaslach, 84489 Burghausen
Öffnungszeiten
Samstag und Sonntag 13:00–18:00 Uhr
Speziell zu „Arktis“: durchgehend, Licht- und Videoprojektionen 9:00 – 19:30 Uhr
Eintrittspreise
Eintritt frei








