„In dieser Serie geht es mir um Gefühle. Traurige, glückliche und alles dazwischen. Es geht um Freude und Ängste, um Schönes und Schreckliches, um Glückseligkeit und Melancholie, Gewinn und Verlust, es geht um Werden und Vergehen, den Anfang und das Ende des Lebens und die ganze Zeit dazwischen. Und es geht um Zeit und wie sich in ihr alles verändert. Wie auch wir selbst.“ – Christopher Thomas

Bittersweet ist der Titel der fotografischen Langzeit-Serie von Christopher Thomas und zugleich ein Oxymoron, das für die Kombination der widersprüchlichen Gefühle von Bedauern und Nostalgie, Unschuld und Erfahrung sowie von Gewinn und Verlust steht.

In den filmisch anmutenden Fotografien zeigt der Münchner Fotograf Christopher Thomas Symbole, die ihn an seine Kindheit und an ein Gefühl des Glücklichseins, der Spontanität und der Unmittelbarkeit erinnern: Karussells, Zuckerwatte, Riesenräder u.v.m.

Die verheißungsvollen Symbole sind eingebettet in weite ländliche oder urbane Landschaften, die der Einsamkeit, dem Verfall oder der Entropie ausgesetzt sind. Menschenverlassene Orte der Unterhaltung, der Flucht, der Romantik und der Kindheit.

Die Angst vor dem Verlust der Glückseligkeit und der Konfrontation mit der Vergänglichkeit lauert direkt hinter den süßen Erinnerungen. Der Lauf der Zeit hat sich bereits in den Strukturen und Orten angehaftet oder tief eingegraben. Und dennoch tragen die Symbole immer noch jene Kraft in sich, Gefühle, Stimmungen und Geräusche früherer Zeiten heraufzubeschwören.

Vor vielen Jahren rezensierte ein englischer Autor Christopher Thomas‘ Serie New York Sleeps und schrieb: „Thomas seems to be obsessed with the past“.

Termine

9.3.2024 19 Uhr

Ausstellungseröffnung

Grußwort
Florian Schneider
Erster Bürgermeister Stadt Burghausen

Einführung
Ira Stehmann
IRA STEHMANN FINE ART, München

Musik
NEW ORLEANS BRASS mit Paul Zauner (tb), Barney Girlinger (tp), Ali Angerer (tba) und Daniel Stockhammer (dr)

21.4.2024 11 Uhr

Künstlergespräch

mit Christopher Thomas

Christopher Thomas

1961 in München geboren und Absolvent der Bayerischen Staatslehranstalt für Photographie, hat als Werbefotograf eine Reihe internationaler Auszeichnungen erhalten. Seine Fotoreportagen erschienen u. a. in Magazinen wie Vogue, Harper’s Bazaar, Elle, Cosmopolitan, Süddeutsche Zeitung Magazin, Geo, Stern und Merian.

In den 1990er Jahren arbeitete er auch als Fotograf für Hilfsorganisationen wie Nepra e. V. und DAHW (Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe). Die Fotos, die auf zahlreichen Reisen nach Nepal, Indien und Äthiopien entstanden, wurden mit Preisen wie dem World Press Award und dem Epica Award sowie der Goldmedaille beim New York Festival ausgezeichnet.

Christopher Thomas eindrückliche Städteportraits wie Münchner Elegien und New York Sleeps, der preisgekrönte Zyklus Passion zu den Oberammergauer Passionsspielen sowie auch die Serie BITTERSWEET sind Ausdruck seiner künstlerischen Fotografie.

Arbeiten aus diesen und vielen weiteren Serien befinden sich in privaten und institutionellen Sammlungen wie der Sammlung von François Pinault, der Nicola Erni Collection, der Fotosammlung Sir Elton John, sowie der Kunstsammlung des Deutschen Bundestages und vielen anderen.

www.christopher-thomas.de

Diese Ausstellung können Sie noch besuchen bis 19. Mai 2024:

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Haus der Fotografie

Dr. Robert-Gerlich-Museum
Burg 1 ∙ 84489 Burghausen
Tel. +49 8677 4734

Öffnungszeiten

10. März bis 3. November 2024
Montag bis Sonntag/Feiertage
10:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Winterschließung
4. November 2022 bis 21. März 2025

Eintrittspreise

Erwachsene 2,00 EUR
Gruppen ab 15 Personen pro Person 1,50 EUR
Senioren 65, Studenten, Auszubildende, Arbeitslose, Bundeswehrsoldaten, Schwerbehinderte 1,00 EUR
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, geschlossene Schulklassen, Schüler über 18 Jahren Eintritt frei